Hello everybody,
ich sitze gerade im Zug auf dem Weg nach Blackheat. Dort
werde ich etwa fünf Tage bei Sally arbeiten und erhalte im Gegenzug Unterkunft
und Verpflegung frei. Warum bei Sally? Weil sich Blackheath bestens eignet um
von dort aus die Blue Mountains zu erkunden.
Wer ist Sally überhaupt? - Ich weiß es selber auch nicht so
genau. Sally ist Vegetarierin, hat zwei Hunde, eine Katze und einen großen
Garten, in dem ich für sie etwa vier Stunden am Tag arbeiten werde. Das Ganze
nennt sich dann „wwoofen“ – Willing workers on organic farms.
Ich habe mir noch in Deutschland das Wwoofing-Buch
zuschicken lassen und bin somit dieser Organisation beigetreten. In dem Buch sind
so etwas wie Anzeigen von Familien aufgelistet in denen sie sich selbst, ihren
meist sehr alternativen Lebensstil und die Arbeit (oft auf großen Plantagen,
Farmen ect.) vorstellen. Jetzt hoffe ich
also, dass ich mich mit Sally gut verstehe, sie mich am Leben lässt und ihre Hunde nicht allzu groß sind…
Die Tage seit meinem ersten Blogeintrag habe ich komplett in
Sydney verbracht.
Nachdem ich endlich die Woche in meinem ersten Hostel hinter
mir hatte, bin ich in das YHA (australischer Jugendherbergsverband) Harbour
Bridge gezogen. Ein riesiger Unterschied im Vergleich zum ersten Hostel. Die
Zimmer sind viel größer, man hat ein eigenes Bad im Dorm und die Küche ist fast
schon sauber. Hier habe ich auch endlich das erste Mal vernünftig gekocht und
gegessen. Während man beim Essen im
ersten Hostel in einem kleinen Kabuff ohne Fenster saß, konnte man es sich hier
auf der Dachterasse, mit Blick auf die Brücke und Oper, in einer Liege
gemütlich machen.
Leider darf ich mich an diesen Luxus nicht gewöhnen. Die Übernachtungen
in YHA Hostels sind doppelt so teuer wie in organisationsunabhängigen und
wurden mir von der DJH (deutsche Jugendherbergsgesellschaft) für meinen Blog,
den ich für sie schreibe, gezahlt.
Auch die Leute im YHA sind wesentlich angenehmer. Mit einer Engländerin
und zwei Deutschen war ich zusammen in Chinatown und auf dem Art & Food Festival
und mit einer Dänin und Chinesin am Manly Beach. Es wird also erfreulicherweise
internationaler und ich darf/muss auch endlich Englisch sprechen.
Mein erstes australisches Bier habe ich zusammen
mit einem Indonesier, der in Sydney studiert, getrunken. Leider haben die zwei probierten
Sorten nach mit Wasser verlängertem deutschen Bier geschmeckt. Ich freue mich
also darauf, in ein paar Tagen wieder im Munchies, auf ein oder zwei gepflegte Weizen,
vorbei schauen zu können.
Insgesamt ist es wirklich nicht schwer Leute kennen zu
lernen. Am Besten geht das natürlich im Hostel, aber auch auf der Straße oder
wenn man irgendwo am Strand sitzt kommt man immer mit anderen Backpackern und
auch Australiern in Kontakt.
Die letzten paar Tage wollte ich dann an den Coogee-Beach
ziehen. In der Hoffnung einen kleinen Ort ca. eine halbe Stunde entfernt vom
Zentrum Sydneys zu finden, der „noch nicht so touristisch erschlossen ist“, wie
man überall nachlesen konnte.
Angekommen, war leider nichts vom Beach zu sehen, da die
Leute dort wie die Sardinen in der Dose lagen. Direkt neben dem Strand oder da
wo man ihn vermuteten konnte, führte die Hauptverkehrsstraße mit einem riesigen
Stau entlang. Zu guter Letzt ist mir dann noch das Päckchen Reis in meinem
Rucksack geplatzt, sodass ich den nächsten Bus zurück nach Sydney genommen und
mir dort nochmal ein Hostel für zwei Tage gesucht habe.
Die habe ich dann noch genutzt um mir das Parliament House,
das aber leider sitzungsfreie Zeit hat und die unglaublich riesige Art Gallery
anzusehen.
Dort war es zum Teil sehr spannend und zum Teil auch einfach
zu abgedreht für mich. Vielleicht mangelt es mir an intellektuellem Zugang.
Vielleicht war es aber wirklich nur ein Rohr, das an die Wand gelehnt wurde.
Daneben ein Schild wann und von wem das Rohr an die Wand gelehnt wurde. Auf jeden
Fall war es interessant, da es dort eine Menge sogenannter Kunst zu sehen gab,
die für mich absolut nicht nach zu vollziehen ist.
So, jetzt bin ich gleich ich Blackheath angekommen. Ich hoffe, ich kann
nach den Tagen hier, wieder mal was von mir hören lassen.
Aber Menschenfleisch
ist auch Fleisch und Sally Vegetarierin. Daher bin ich guter Dinge zu überleben
;)
In diesem Sinne,
bis bald
Tina
(Fotos kommen wieder etwas später!)









