Dienstag, 25. Oktober 2011

Die vegetarische Sally


Hello everybody,

ich sitze gerade im Zug auf dem Weg nach Blackheat. Dort werde ich etwa fünf Tage bei Sally arbeiten und erhalte im Gegenzug Unterkunft und Verpflegung frei. Warum bei Sally? Weil sich Blackheath bestens eignet um von dort aus die Blue Mountains zu erkunden.  

Wer ist Sally überhaupt? - Ich weiß es selber auch nicht so genau. Sally ist Vegetarierin, hat zwei Hunde, eine Katze und einen großen Garten, in dem ich für sie etwa vier Stunden am Tag arbeiten werde. Das Ganze nennt sich dann „wwoofen“ – Willing workers on organic farms. 

Ich habe mir noch in Deutschland das Wwoofing-Buch zuschicken lassen und bin somit dieser Organisation beigetreten. In dem Buch sind so etwas wie Anzeigen von Familien aufgelistet in denen sie sich selbst, ihren meist sehr alternativen Lebensstil und die Arbeit (oft auf großen Plantagen, Farmen ect.) vorstellen.  Jetzt hoffe ich also, dass ich mich mit Sally gut verstehe, sie mich am Leben lässt und ihre Hunde nicht allzu groß sind…

Die Tage seit meinem ersten Blogeintrag habe ich komplett in Sydney verbracht.
Nachdem ich endlich die Woche in meinem ersten Hostel hinter mir hatte, bin ich in das YHA (australischer Jugendherbergsverband) Harbour Bridge gezogen. Ein riesiger Unterschied im Vergleich zum ersten Hostel. Die Zimmer sind viel größer, man hat ein eigenes Bad im Dorm und die Küche ist fast schon sauber. Hier habe ich auch endlich das erste Mal vernünftig gekocht und gegessen. Während  man beim Essen im ersten Hostel in einem kleinen Kabuff ohne Fenster saß, konnte man es sich hier auf der Dachterasse, mit Blick auf die Brücke und Oper, in einer Liege gemütlich machen.


Leider darf ich mich an diesen Luxus nicht gewöhnen. Die Übernachtungen in YHA Hostels sind doppelt so teuer wie in organisationsunabhängigen und wurden mir von der DJH (deutsche Jugendherbergsgesellschaft) für meinen Blog, den ich für sie schreibe, gezahlt.  

Auch die Leute im YHA sind wesentlich angenehmer. Mit einer Engländerin und zwei Deutschen war ich zusammen in Chinatown und auf dem Art & Food Festival und mit einer Dänin und Chinesin am Manly Beach. Es wird also erfreulicherweise internationaler und ich darf/muss auch endlich Englisch sprechen.




Mein erstes australisches Bier habe ich zusammen mit einem Indonesier, der in Sydney studiert, getrunken. Leider haben die zwei probierten Sorten nach mit Wasser verlängertem deutschen Bier geschmeckt. Ich freue mich also darauf, in ein paar Tagen wieder im Munchies, auf ein oder zwei gepflegte Weizen, vorbei schauen zu können.

Insgesamt ist es wirklich nicht schwer Leute kennen zu lernen. Am Besten geht das natürlich im Hostel, aber auch auf der Straße oder wenn man irgendwo am Strand sitzt kommt man immer mit anderen Backpackern und auch Australiern in Kontakt. 

Die letzten paar Tage wollte ich dann an den Coogee-Beach ziehen. In der Hoffnung einen kleinen Ort ca. eine halbe Stunde entfernt vom Zentrum Sydneys zu finden, der „noch nicht so touristisch erschlossen ist“, wie man überall nachlesen konnte.

Angekommen, war leider nichts vom Beach zu sehen, da die Leute dort wie die Sardinen in der Dose lagen. Direkt neben dem Strand oder da wo man ihn vermuteten konnte, führte die Hauptverkehrsstraße mit einem riesigen Stau entlang. Zu guter Letzt ist mir dann noch das Päckchen Reis in meinem Rucksack geplatzt, sodass ich den nächsten Bus zurück nach Sydney genommen und mir dort nochmal ein Hostel für zwei Tage gesucht habe.

Die habe ich dann noch genutzt um mir das Parliament House, das aber leider sitzungsfreie Zeit hat und die unglaublich riesige Art Gallery anzusehen.
Dort war es zum Teil sehr spannend und zum Teil auch einfach zu abgedreht für mich. Vielleicht mangelt es mir an intellektuellem Zugang. Vielleicht war es aber wirklich nur ein Rohr, das an die Wand gelehnt wurde. Daneben ein Schild wann und von wem das Rohr an die Wand gelehnt wurde. Auf jeden Fall war es interessant, da es dort eine Menge sogenannter Kunst zu sehen gab, die für mich absolut nicht nach zu vollziehen ist.

So, jetzt bin ich gleich ich Blackheath angekommen. Ich hoffe, ich kann nach den Tagen hier, wieder mal was von mir hören lassen.
Aber Menschenfleisch ist auch Fleisch und Sally Vegetarierin. Daher bin ich guter Dinge zu überleben ;)

In diesem Sinne,

bis bald

Tina

(Fotos kommen wieder etwas später!)

Freitag, 14. Oktober 2011

No worries!


Heute also der erste Bericht aus Australien.  

Dienstagmorgen bin ich nach einem unendlich langen Flug in Sydney gelandet. Erst gut sechs Stunden von Frankfurt nach Abu Dhabi und vor allem ganze 13 Stunden von dort nach Sydney machen wirklich keinen Spaß.  Ganz besonders wenn man einen halben Kindergarten, den keiner  ruhig bekommt, vor sich sitzen hat und keine weiteren Folgen How I met your mother im Entertainment Programm angeboten werden. 
Immerhin bin ich gut gelandet. Was höchstwahrscheinlich  am arabischen Travel Prayer liegt, das ich vor Beginn des Fluges mitsprechen durfte, auch wenn mich das Ganze eher beunruhigt hat ;)

Am Hostel angekommen war ich etwas schockiert. Alles unglaublich klein und einengend. Bin in einem 4er Zimmer mit nur zwei weiteren Personen untergekommen. Eine ganz nette Deutsche und ein Typ Mitte 30, der nichts sagt und anscheinend den ganzen Tag im Zimmer rumhängt. Immerhin stellt er seine Schuhe immer aus dem Fenster, wenn man reinkommt :D

 Das Stadtviertel in dem ich untergekommen bin, scheint das australische Paderquellgebiet zu sein. Nachdem ich jetzt schon ein wenig in Sydney rumgekommen bin, kann ich sagen, dass ich mir so ziemlich das schlimmste Viertel ausgesucht habe :D Von zu Hause aus habe ich natürlich gleich eine volle Woche gebucht… Das kommt davon, wenn man zu weit im Voraus plant und sich festlegt!

Das restliche Sydney ist aber richtig schön und sehr vielseitig. Viele große Parks, eine entspannt Atmosphäre, tolle Strände, sehr sauber, eine richtig gute State Library, an jeder Ecke jemand der auf seiner Gitarre spielt und das auch noch ziemlich gut. Außerdem ist einfach alles riesengroß. Ein Orientierungssinn war bei mir zwar noch nie vorhanden, aber so lange wie hier laufe ich selten im Kreis. Gut, dass die Leute unglaublich freundlich sind. Vorgestern habe ich versucht zu Fuß zum Bondi Beach zu kommen. Habe mich natürlich verlaufen, aber eine Australierin ist mit mir die 20 oder 30 Minuten dorthin gegangen. No worries also :) Am Bondi ist es wirklich wunderschön, nur  kann man leider noch nicht ins Wasser gehen, da wir hier Frühling und damit erst um die 20° Grad haben.





Vorgestern habe ich mir zusammen mit einem Deutschen die Oper, Harbour Bridge und den Hafen  angesehen. Mit dem war ich gestern auch los um mich über die Eröffnung des Bankkontos, der Tax File und einer Handy-Sim schlau zu machen. Das Ganze hat sich mit unseren Englischkenntnisse zwar nicht ganz so leicht gestaltet, aber wir werden heute dann zusammen alles beantragen.








Meine weiteren Pläne sind in den nächsten Tagen die mir interessant erscheinenden Museen abzuklappern und am Wochenende endlich mal das Nachtleben zu erkunden. Bin bisher noch nicht dazu gekommen, da ich abends einfach  immer zu müde war. Außerdem hoffe ich darauf, bald mal mehr internationale Leute kennen zu lernen. Sydney ist leider überrannt mit den langweiligen deutschen Backpackern.
Und umziehen werde ich noch! Ich verdiene mit nämlich noch mit einem kleinen Blog ein wenig Geld und ein paar freie Übernachtungen. Sodass ich, nachdem die sieben Tage in dem jetzigen Hostel abgesessen sind, zumindest erstmal zwei Tage für lau in ein Hostel im Zentrum Sydneys mit Blick auf die Harbour Bridge ziehen darf :). Außerdem wurde ich zur Sydney Harbour YHA’s International Dinner Night eingeladen. Was es auch immer ist, es scheint Essen zu geben! Ich habe mich die letzten Tage hauptsächlich von Wasser, Äpfeln und Orangen ernährt, weil alles andere einfach verdammt teuer ist.
Bei der Dinner Night werden also die Fetzen fliegen :D


Nicht irgendwelche Schlangen oder Spinnen, sondern der Linksverkehr stellt für mich zur Zeit noch die größte Gefahr dar, aber die Australier sind so nett und denken mit ;)


Bis dahin.
Lieben Gruß,
Tina

Füge hinzu:
Orientierungssinn schulen                                                                              [ ]

(Und no worries! Fotos werde ich heute Abend oder morgen noch hochladen.)


Mittwoch, 5. Oktober 2011

G'Day

Hallo zusammen,

nachdem der Ein oder Andere nicht locker gelassen hat, gebe ich hiermit nach und werde in einem Blog ab und an mal was von mir hören lassen...

Nochmal kurz zusammengefasst: Ich fliege am 09. Oktober (das heißt also schon in vier Tagen!!!) für ca. 9 Monate bis etwa Mitte Juli nach Australien. Dann geht es für ein paar Tage nach Kuala Lumpur (Hauptstadt von Malaysia) und zuletzt noch ca. eine Woche nach Singapur, sodass ich im Juli zurück bin um mein Studium zu organisieren.

Ich versuche euch hier zumindest ein wenig auf dem Laufenden zu halten und freue mich wenn ihr auch mal was von euch hören lasst! (Um nicht zu sagen, dass es absolute Voraussetzung ist, damit ich hier überhaupt weiterhin schreibe :P)


Bis bald


Tina