Sonntag, 13. November 2011

...Neuseeland Update

Halli Hallo aus Te Anau,

da ich gerade mein leckeres Essen gegessen habe (Nudeln mit Hähnchenfleisch gebettet auf Salatblättern an Pilzsoßenspiegel) und hier gerade so gar nichts zu tun ist, bringe ich euch kurz up to date.
Dienstag vor einer Woche bin ich in Neuseeland, nach wohl der schönsten Aussicht, die ich bisher in meinem kleinen, bescheidenen Leben aus einem Flugzeug erleben durfte, angekommen. Die Leute klebten förmlich an den Fensterscheiben, riefen „fenomenal“ und die männliche Stewardess musste einem sehr diskussionsfreudigen, überaus sympathischen Herren erklären, warum auch die Fotokameras bei der Landung ausgeschaltet werden müssen :D 

Mit riesigen Erwartungen für die nächsten Wochen, folgte dann erstmal die Ernüchterung als ich in Christchurch angekommen bin.  Mir war zwar klar, dass dort ein heftiges Erdbeben war, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass das komplette Zentrum abgesperrt ist und in Schutt und Asche liegt. Da anscheinend viele Leute weggezogen sind, waren die Straßen leer und still. Sehr traurig. 
Nach den drei Übernachtungen, die ich von Sydney gebucht hatte, bin ich daher auch den nächsten Tag früh morgens mit dem Bus Richtung Süden gefahren.

Ich habe bei einem Busunternehmen einen Pass für zehn Trips gebucht. Das heißt, dass ich mir zehn Teilstrecken aus deren Streckennetz aussuchen und nach und nach kurzfristig buchen kann. Daher bin ich sehr ungebunden und kann spontan entscheiden, ob und wie viele Tage ich an einem Ort bleiben möchte.

Mein erster Stopp war Lake Tekapo und auch mein absoluter Favourit bisher. Ich habe noch nie ein so blaues Wasser gesehen und ich dachte auch nicht, dass ich mich so dafür begeistern kann.
Am ersten Tag habe ich eigentlich nur aufs Wasser gesehen und unendlich viele Fotos, aus jedem erdenklichen Winkel gemacht.



Ich habe also mittlerweile meine chinesische Ader entdeckt. (Der Unterschied zu den echten chinesischen Fotos ist, dass ich nicht jedes Bild versaue, indem ich mich vor die wunderschöne Landschaft stelle und das Peace-Zeichen mache. Ich musste die schmerzliche Erfahrung machen, als ich mit zwei Chinesinnen in Manly war und die Hälfte meiner wertvollen Zeit auf die beiden warten durfte!)

Aber zurück zu Lake Tekapo. 
Wie gesagt, war der Ort einfach nur malerisch schön, es liefen kaum Touristen herum und auch das Hostel war mit ein paar sehr lustigen Leuten, Blick aufs Wasser und gemütlichem Zusammensitzen vorm Kamin, super.

Am zweiten Tag bin ich dann den Berg hoch, um einen Rundrum-Panorama Blick zu haben.
Nach knapp drei Tagen ging es dann für zwei Tage nach Wanaka. Es war wiederum sehr idyllisch und auch der Blick von dem hier bezwungenen Berg war wunderschön :)





Danach bin ich weiter nach Queenstown gefahren. Nach zwei sehr ruhigen und abgeschiedenen Orten, kam es mir hier mit 10.000 Einwohnern riesig vor. Um dem Großstadtrummel zu entfliehen, bin ich wieder meinem neu gewonnen Hobby (nebem Fotografieren und Blog-Schreiben - ja, es macht mir Spaß!), dem Mountain Hiking nachgegangen.  Da sich aber nur die langen, steilen Aufstiege mit der Kennzeichnung „advanced“ oder „hard“ wirklich lohnen und man von dort einfach die besten Aussichten hat, rächt sich die sportfreie Zeit in Deutschland ganz schön ordentlich. Seit den Blue Mountains ist kein Tag ohne einen kräftigen Muskelkater vergangen. Ich hoffe, das wird irgendwann besser…




 






Eigentlich bin ich bisher nicht unbedingt der Typ für lange Wanderungungen und übermäßiger Begeisterungsfähigkeit für irgendwelche Landschaften gewesen (bis auf die in Österreich bei meinem Onkel und meiner Tante), aber Neuseeland ist schon ein echter Knüller! Wenn es so weiter geht, war das nicht mein letzter Neuseeland Aufenthalt. Zumal ich mir für die knapp bemessene Zeit nur die Südinsel ansehen werde.

Heute bin ich in Te Anau angekommen. Allerdings nicht des Ortes wegen, sondern bloß um ihn als Ausgangspunkt für den Milford Sound, die neuseeländischen Fjords, zu nutzen.
Morgen werde ich dann um 5:45 Uhr mit einem Bus abgeholt um über die Milford Road, eine der schönsten Scenic Roads Neuseelands, den Milford Sound zu erreichen und dort Kajak zu fahren.  

Daher werde ich mich jetzt auch mal in die Heia-mit-Blick-auf-den-Lake-Te-Anau begeben, um morgen den Wecker nicht zu überhören und mich aus dem Bett quälen zu können.

Ganz lieben Gruß ins kalte Deutschland,
Tina

5 Kommentare:

  1. Wat? Keine Kommentare, da muss ich was gegen tun. Unter uns Norddeutschen. Alles Gute aus Aucklandia. :D

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  2. Geh mir nach Hause :D Ich habe keinen norddeutschen Dialekt!

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  3. Sarah, Nöllchen, Nolli oder auch Conny13. November 2011 um 11:19

    Ich hoffe du kannst besser und ruhiger schlafen, als die Nacht vor deinem Neuseelandflug ;) =*

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  4. Auf jeden Fall. Der Wecker vom australischen Handy ist so verdammt penetrant! Wie für mich gemacht. :D

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  5. Klingt alles absolut bezaubernd, aber das hellblaueste und klarste Wasser wirst du am Lake mcKenzie auf Fraser Island sehen ;-)
    Genieß weiterhin jede Sekunde!!!! :*

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